The bear went over the mountain...

... and this is what she saw. My year in Seoul, South Korea.

Shoko, me and snowflakes


27 April, 2005

Das Wetter

Kein Wunder, daß ich gestern das Gefühl hatte, ein entlaufener Elephant sei über mich drübergetrampelt! Es war ein wunderschöner Tag, sehr heiß und schwül, und am Abend war ich geplättet. Also bin ich schleunigst ab ins Bett, weil ich kaum mehr tippen konnte, so haben meine Hände gezittert. Und als ich heute morgen aufwachte und aus dem Fenster sah, konnte ich sogar ohne Brille erkennen, daß es geregnet hatte über Nacht. Außerdem hört man immer mal wieder verhaltenen Donner, das Gewitter ist also entweder schon vorbei oder kommt erst noch.

Langsam aber sicher verwandle ich mich in ein Barometer.


Momentan: 6/10
gestriger Wert: 7/10
die Voraussage für Morgen: 6/10

25 April, 2005

Jubiläum

Heute feiern


N I N A
und
M A T T H I A S



ihr 7jähriges Jubiläum.

Herzlichen Glückwunsch!

24 April, 2005

Pfefferminztee

Heute habe ich einen Laden entdeckt, wo es Pfefferminztee zu kaufen gibt.
Ihr in Deutschland fragt euch jetzt sicher: Was ist daran so besonders? Das verrate ich euch gerne. Hier in Südkorea habe ich bis vor kurzem gar nirgendwo Pfefferminztee gefunden, die haben hier halt ihre eigenen Teesorten, die sie bevorzugt trinken. Doch ich liebe Pfefferminztee, und so bin ich sehr glücklich, und habe heute schon eine gute Tasse geschlürft.
Und anders als gewisse andere Menschen reagiere ich auch nicht im Mindesten allergisch auf diese belebende, duftende Pflanze!


Momentan: 9/10 (trotz Pfefferminztee, ich muß nämlich noch Hausaufgaben machen)
die Voraussage für Morgen: 9/10

23 April, 2005

Email von meinem Bruder

lol ...

immer was los in Seoul

Sechs entlaufende Elefanten rasen durch Seoul
Seoul (dpa) - Sechs entlaufene Zirkuselefanten haben in einem Stadtviertelder südkoreanischen Hauptstadt Seoul für Angst und Schrecken gesorgt.

Eine 57-jährige Frau wurde nach Berichten der nationalen NachrichtenagenturYonhap vom Rüssel eines der Tiere leicht verletzt, als es durch eine Straßeraste. Alle sechs Elefanten seien schließlich wieder eingefangen und zurückin ihren Stall in einem Freizeitpark im Osten Seouls gebracht worden.

Die Dickhäuter hätten während einer Zirkusvorstellung Reißaus genommen.Eines der Tiere sei wohl in Panik geraten und habe die anderen mitgerissen,erzählten Wärter. Die Elefanten seien danach durch die Nachbarschaft desParks gerannt. Drei Elefanten hätten ein Restaurant verwüstet. Eines derTiere wurde kurzfristig auf dem Gelände einer Polizeistation festgehalten.Das Stadtviertel wurde teilweise abgeriegelt.


Momentan: 10/10 (es war mal wieder ein langer Abend mit vieeeeel Mäk-Dschu)
gestriger Wert: 10/10

21 April, 2005

Unser Papst

Unser Papst
Dank an Nina für das Bild!


Momentan: 7/10 (schon lange nichts ausführliches mehr von der Familie gehört)
die Voraussage für Morgen: 9/10 (Freitag ist immer schön!)

20 April, 2005

Hatte ich eigentlich schon erwähnt, daß ich in der Zwischenprüfung meines Sprachkurses 90,1 von 100 Punkten erreicht habe?


Momentan: 8/10

19 April, 2005

"Gespräch mit Köhler"

OK, ich sehs ein!
Es muß mal wieder was Neues her, ich kann ja nicht einfach gar nichts mehr schreiben, nur um dieses schöne Bild immer ansabbern zu können.

Heute waren wir zum "Gespräch mit Köhler" eingeladen. Herr Köhler ist ein Gastdozent aus Deutschland, vorbildlich erfüllt er Stereotypen, da er nicht nur sehr groß, sondern auch noch blond und (ich glaube) blauäugig ist. Jetzt glaubt uns niemand mehr, daß Deutsche auch anders aussehen können.
Auf jeden Fall ist er schon seit zwei Jahren hier, und mittlerweile haben Gitte und ich ihn, was die Sprachfähigkeit im koreanischen betrifft, eingeholt. Denn wir machen ja immerhin schon seit zwei Monaten einen Sprachkurs. Ja.
Wir haben über das Gedicht "Nänie" von Friedrich von Schiller gesprochen. Wir, das waren vier Studentinnen, ein Student, und drei Professoren (Herr Köhler eingeschlossen). Mit Gedichtinterpretation hab ichs ja nicht so, ich steh da immer ratlos vor wie Uhu wenns blitzt. Trotzdem möchte ich hier gerne mit euch einen Gedanken teilen, den ich hatte, mich aber nicht getraut habe, preiszugeben, weil er gar zu - nun ja - abwegig? ist. Dazu muß ich aber erstmal das Gedicht abtippen, sonst wißt ihr ja gar nicht, wovon ich spreche. Einen Moment also bitte...


Friedrich von Schiller: Nänie

Auch das Schöne muß sterben! Das Menschen und Götter bezwinget,
Nicht die eherne Brust rührt es des stygischen Zeus.
Einmal nur erweichte die Liebe den Schattenbeherrscher,
Und an der Schwelle noch, streng, rief er zurück sein Geschenk.
Nicht stillt Aphrodite dem schönen Knaben die Wunde,
Die in den zierlichen Leib grausam der Eber geritzt.
Nicht errettet den göttlichen Held die unsterbliche Mutter,
Wann er, am skäischen Tor fallend, sein Schicksal erfüllt.
Aber sie steigt aus dem Meer mit allen Töchtern des Nereus,
Und die Klage hebt an um den verherrlichten Sohn.
Siehe! Da weinen die Götter, es weinen die Göttinnen alle,
Daß das Schöne vergeht, daß das Vollkommene stirbt.
Auch ein Klaglied zu sein im Mund der Geliebten, ist herrlich,
Denn das Gemeine geht klanglos zum Orkus hinab.


Meine Theorie also ist, daß dieses Gedicht in Wirklichkeit eine Parodie ist, da ich im elften Vers ganz deutlich (seht ihr es nicht auch?) eine Anspielung auf sog. "Klageweiber" erkennen kann. Somit werden nach Brechtscher Manier die Sitten der oberen Zehntausend (ja okay, beim einen sinds halt Königinnen, beim anderen die Götter) mit denen vom ordinären Volk gleichgesetzt. Dieses "Gemeine" geht ja dann auch sang- und klanglos "zum Orkus hinab", wobei mich das Wort Orkus dem Klang nach natürlich an "Lokus" erinnert, und ich aus diesem Gedicht einfach nicht schlau werde, und es deshalb einfach nicht ernst nehmen kann und mir deshalb denke, vielleicht hat sich der Dichter ja nur einen Scherz erlaubt.

Das ist einfach nicht meine Welt.

Ich habs eher mit Fließtexten.

Hinterher sind wir natürlich noch zusammen Essen gegangen. In ganz koreanischer Weise auf dem Boden sitzend, mit gemütlicher Fußbodenheizung, lecker Mäk-Dschu (Bier) und schlecker Üm-Schik (Essen). Das gelang mir dann auch gleich um einiges besser, als die Gedichtinterpretation, obwohl ich natürlich nicht umhin konnte, ein bißchen zu kleckern. In Korea habe ich zumindest eine Ausrede, die in Deutschland obsoyo (nicht da) ist: Stäbchen.
Beim Eisessen nach dem Restaurantbesuch bekam Herr Köhler dann auch endlich einen koreanischen Namen (mir fällt gerade auf, daß Shim Eun-Ha und Gom Su-Jin nur ein Zehntel der Zeit brauchen, die Herr Köhler benötigt, um sich ordentlich zu assimilieren).
Das kam so:

Eines Tages saß ich unschuldig, wie ich halt so bin, und absolut nichtsahnend in Herrn Köhlers Brechtseminar und steckte mir gedankenverloren einen Kaugummi in den Mund, als er mich höflich fragte, ob ich ein Pfefferminzbonbon oder etwas ähnliches lutschen würde. Er ist nämlich (wie wir heute erfahren haben) seit ungefähr 15 Jahren total allergisch gegen Pfefferminze, deren Geschmack, Geruch, Aussehen... das geht so weit, daß er einmal einen Bus verlassen mußte, da am anderen Ende jemand einen Pfefferminzkaugummi kaute (so wie ich im Seminar; ich war aber so großzügig, und nahm den Übeltäter sofort aus dem Mund).
Nun, an diesem Umstand scheint vielleicht nichts besonderes zu sein, doch als optimistisch denkender Mensch mache ich immer das Beste aus allen Situationen.
Genau, auf jeden Fall gingen wir auf die Suche nach einem netten Namen für Kai Köhler, und dank Seong-In (der unter Spaniern als Sergio berühmt berüchtigt ist) kriechen wir nicht mehr unter Tischen und Stühlen umher und rufen "put put put", sondern hatten bald die genialste Idee für einen Nachnamen:
Goa (ausgesprochen wie das Kwaken eines Frosches ohne das letzte "k")
Warum genau kann ich euch jetzt nicht mehr sagen, doch alle (bis auf einen) waren BEGEISTERT! Der eine Außenseiter wurde natürlich mehrheitlich überstimmt, aber da es sich um supergeheime Geheimwahlen handelte, darf ich nicht verraten, wer das war. Nun gut, ich gebe euch einen Tip: sein Name fängt mit K an und hört mit öhler auf.
Nun hatten wir also einen Nachnamen gefunden, bastelten aber noch umständlich an einem passenden koreanischen (oder koreanisch klingenden) Vornamen, als der einzig wahren und allseits beliebten Gom Su-Jin DER Geistesblitz kam! Sie fragte Herrn Kim sogleich nach dem koreanischen Wort für Minze, und siehe da! Min-Su ist das Zauberwort, das jetzt und für immerdar das Dasein des Kai Köhler bereichern wird.
Er hatte ja schon den Plan gehabt, aus Protest eine Anti-Pfefferminzhütte auf dem Campus zu bauen, wie ein anderer Professor vor ihm es schon getan hatte (natürlich hatte der eine andere Art von Anti-Hütte errichtet, es kann ja nicht jeder gegen Pfefferminze allergisch sein). Wir freuten uns sehr über diese Idee, da man Anti-Pfefferminzhütten wunderbar mit Blumenkästen voll frischer Minze schmücken und runderhum und obendrauf wunderschöne Pfefferminzsträucher pflanzen kann! Aus diesem Grunde erhielt Herr Köhler noch den königlich-kaiserlichen Titel "von Pfefferminz". Und weil Könige oder Kaiser normalerweise eine Dynastie begründen, ist er natürlich "der Erste".

Darf ich Ihnen, meine geneigten Leserinnen und Leser, also meinen Professor vorstellen:
Herr Goa Min-Su von Pfefferminz der Erste

Herzlichen Glückwunsch, die Taufe findet zum nächsten Deutschen Café, wie versprochen mit durch Pfefferminzöl angereicherten Soju, statt.


Übrigens finde ich die Farbe meines Blogs durchaus passend, und um Goa Min-Su von Pfefferminz dem Ersten auch in der realen Welt Respekt zu zollen, habe ich mein neues, quietschgrünes Kong-Check (Heft) für meinen Koreanischsprachkurs ihm zu ehren "Peppermint Green" genannt. Das alte war "Bavarian Blue".


Momentan: 10/10 (der Abend war GENIAL!)
gestriger Wert: 9/10
die Voraussage für Morgen: 9/10

17 April, 2005

What Women Want

Was Frauen Wollen

Gerard Butler

Momentan: 10/10 (bei so einem Bild...)
currently: 10/10 (drooling over this picture...)

gestriger Wert: 10/10
yesterdays index: 10/10

die Voraussage für Morgen: 8/10 (da Montag)
precast for tomorrow: 8/10 (since it's Monday)

15 April, 2005

Kimchi-Jjiggae (Kimchi Stew)

Along with doenjang-jjigae, this is one of the most common home dishes for common people. Baechu kimchi (cabbage kimchi) makes the best ingredient for this stew. Ripened sour kimchi is sliced and sauteed in salad oil. Then the sauteed kimchi, bean curd, other available vegetables, tteok (Korean rice cake), and noodles are mixed with pork, beef, or sea food (such as oysters) and cooked as a stew. The amount of water and hot pepper paste determine the level of taste and spiciness.

How to eat: Eaten with a bowl of rice. Most Koreans mix rice with spoonfuls of stew.


Mein Lieblingsgericht, seit wir bei unserer Professorin, Frau Chon, auf dem Landhaus eingeladen waren. Dort hat sie die BESTE Kimchi-Jjigae (ungefähre Aussprache: Kimtschi-Tschigge) gekocht, von der ich auch diese Nacht wieder geträumt habe. Deshalb der Eintrag hier.
Natürlich bevorzuge ich die Suppe ohne Meeresfrüchte, und in der, die Frau Chon gemacht hat, war leckerer Fisch drin!
Mmmmmmm!

Kimchi-Jjiggae

Momentan: 7/10, Tendenz steigend
die Voraussage für morgen: 10/10 (es ist Wochenende, ich habe keine Hausaufgaben auf, und gehe morgen mit meiner Freundin Yeong-Shin zum Friseur!)

14 April, 2005

Black Day



Black Day

Thanks to Stjepan for helping me with paint!

1412

HAPPY NEW YEAR BANGLADESH!


Our good friend and classmate, Sabbir, told us that in Bangladesh, as of today, we are in the year 1412.
He even wrote "Happy New Year Bangladesh" in Bangla letters on the white board and in my kong-check (notebook), which looks so fancy!
I will try and draw it with my paint program, and post it here. Until then, if you want to wish all your Bangladeshian friends a good start into their new year, simply say:


"Shubo Bangla Noebu Boersho!"

currently: 9/10
precast for tomorrow: 7/10 (since it's review day, which tends to be boring)

13 April, 2005

My Personal Fanclub

I simply couldn't resist posting this even though I'm tired and have to go to bed to catch some sleep:

I have an official fanclub now.
Since I'm a huge idol.

Check out the beginnings of the most-famous-to-be fanclub:

huge-idol-sanne fanclub

Dear Friends!

Today, I received two things via Owl Post:

One postcard from Spain, Susan sent it. Thank you!

And one letter from Manuela, with a secret message in a hard to decipher code. ;-)

Plus, yesterday I had gotten a letter from my good friend O Monica!

I
L O V E
Y O U
A L L !!!

Touristen in der U-Bahn

Gitte, Susanne und Seoyoung in der U-Bahn
Dieses Bild hat "Clayton the Native Englishspeaker" gestern gemacht, als wir vom Kino ("Be Cool", den Film kann ich wärmstens weiterempfehlen!!!) heimgefahren sind.

Immer diese Touristen...

Vor dem Kino waren wir Mädels "japanisch essen", natürlich ist das nicht richtig japanisch, aber als Entschädigung waren die Portionen kleiner als in normalen koreanischen Restaurants. Ich hatte ein Schnitzel mit Strandradi drauf, dazu eine leckere Suppe und Reis. Obwohl ich gestern Vormittag sehr müde war - während des Unterrichts wäre ich beinahe eingeschlafen, und habe in der 20minütigen Pause auch ein sauberes Nickerchen gemacht - und somit zum Mittagessen in der Mensa das Kimchi nicht angerührt habe, ging es mir am Abend wieder so gut, daß ich mir ordentlich was von der grünen Paste in die Sojasoße gemischt und das dann großzügig auf meinem Essen verteilt habe. Da hab ICH mich gefreut wie ein Schnitzel in der brutzelnden Bratpfanne.

Rechts unter "More Pictures" habe ich für euch einen neuen Link zu mehr Bildern von gestern hinzugefügt. Viel Spaß beim angucken!


Momentan: 7/10
gestriger Wert: 5/10 (da sehr müde)
die Voraussage für Morgen: 8/10

11 April, 2005

Kom-Kimchi-Index


Als ich nach Korea kam, war ich ein Weichei mit Schnutenlaune, wenn es um scharfe Speisen ging. Vater und Bruder beklagten sich oftmals, daß Mutter nicht scharf koche, da Schwester es nicht möge und man(n) denn mit Tabasco nachschärfen müsse, um Würze in die Kürze zu bringen. Im Land der Morgenstille jedoch blieb mir gar nichts anderes übrig, als zum feuerspuckenden Bären zu mutieren, da es die ersten zehn Tage scharfe Suppe, scharfe Suppe - und hatte ich schon erwähnt? - scharfe Suppe gab. So scharf, daß einem der Hunger (nicht der Appetit) schnell verging, denn was der Magen nicht gewöhnt, das er zurückweist und verpönt! Bald darauf zog ich in mein gemütliches Studentenwohnheim ein, und probierte die diversen Mensen auf dem Campus aus. Dort gibt es entweder Kimchi auf einem kleinen Tellerchen als Beispeise, oder ein großer Pot voll steht auf jedem Tisch, und man kann sich nehmen, soviel das Zünglein begehrt. Hatte ich noch während der Deutschen Woche Kimchi grundsätzlich verschmäht, nachdem ich es einmal probiert hatte - nicht, weil es mir nicht geschmeckt hätte, aber scharfe Suppe plus scharfes Kimchi ist gleich Magenstreik! - so griff ich nunmehr eifrig danach, und aß mit jedem dritten Bissen ein Blättchen des köstlichen Scharfs.
Warum?
Das Essen in den Mensen entsprach nicht meinem Standard (= scharfe Suppe). So mußte ich "nachwürzen". Ich war in dieser Hinsicht also schon vollkommen assimiliert (zum Thema Assimilation lohnt sich auch ein Blick auf meine wunderschöne Räntsch), denn genau so machen das auch die Koreaner: Ist das Essen nicht scharf, würzt man mit Kimchi nach!
Dieser Umstand war mir zuerst gar nicht bewußt, automatisch tat ich einfach, was getan werden mußte, und griff mit erhöhter Stäbchengeschicklichkeit souverän zu. Erst nach wiederholtem Genuß stieg mir der Gedanke zu Kopf, daß ich eigentlich gar kein Scharfesser bin.

Als ich krank war (meine Mutter nannte mich liebevoll "Hustnetten-Kom") kam dann der Einbruch: ich hatte nicht das Bedürfnis, meine Speisen durch den Konsum von Kimchi zu bereichern. Im Gegenteil fühlte es sich sogar angenehm im Gaumen an, wenn die Speisen nicht scharf waren. Für ca. drei Wochen vermied ich also jeglichen Kimchi-Kontakt, doch seit heute schlage ich wieder gnadenlos zu!

Deshalb mein Geistesblitz, die Möglichkeit, meine eigene Stimmung und mein körperliches Wohlbefinden mit einer Genauigkeit von 99,999999% bestimmen zu können. Auf einer Skala von 1 bis 10 führe ich den

K O M - K I M C H I - I N D E X

ein, wobei eins die niedrigste Stufe, also die krasseste Form von Unwohlsein, darstellt, und zehn himmelhochjauchzende Freude und Überschwenglichkeit.

Momentan: 9/10

Und auf welcher Stufe des KKI stehst Du?

Susan hat Geburtstag

HAPPY BIRTHDAY

S U S A N !!!

Heute feiert sie ihr 23jähriges Jubiläum.
Herzlichen Glückwunsch!

For she's a jolly good fella...

10 April, 2005

Eduard – Die Marzipankartoffel

Diese wahre Geschichte hat meine Freundin Veronika gestern unter "Kaffee" in die Kommentare geschrieben. Vielen Dank an Dich, und weil sie mir so gut gefallen hat, stelle ich sie extra in die Posts, damit sie auch wirklich jeder sieht!


Ryoko said...

Hallo Sugarlein,

ich wollte hier einmal eine Geschichte für Dich und den Rest der Welt los werden. Sie hat eigentlich nichts mit Deinem Kaffee-Problem zu tun, aber ich denke das stört Dich nicht. Nun folgt die ultimative Geschichte:

Eduard – Die Marzipankartoffel

Dies ist die Geschichte von Eduard.
Eduard war eine Marzipankartoffel, wie sie zu Hunderten hergestellt werden. Eigentlich war an Eduard nichts anderes als an einer anderen Marzipankartoffel. Nun ganz so stimmt das nicht. Der Unterschied zwischen Eduard und jeder anderen Marzipankartoffel ist, dass Eduard eine Geschichte hat. Und diese Geschichte möchte ich Euch heute erzählen:

Marzipankartoffeln stammen von den Mandeln ab. Um genau zu sein ist es eine Weiterverarbeitung einer Mandel und ich bin fest davon überzeugt, dass jeder Mandelbaum stolz darauf ist, wenn aus seinen Mandeln Marzipankartoffeln werden. Vergleichbar ist das wohl, wie bei Eltern, die stolz darauf sind, wenn ihre Sprösslinge zu Ärzten oder Rechtsanwälten heranwachsen…
Nun ja, so war der Mandelbaum schon sehr stolz, dass seine ganze Ernte in Marzipankartoffeln umgewandelt wurde. Er freute sich sehr darüber. Und diese ganzen Marzipankartoffeln wurden zusammen in Tüten verpackt. In einer dieser Tüten war Eduard. Eduard war sehr aufgeregt. Jetzt ging es in die große weite Welt. Die meisten Marzipankartoffeln in der Tüte schliefen oder dösten vor sich hin, aber nicht Eduard. Es war doch alles so spannend, wie konnten die anderen da schlafen? Vollkommen unverständlich. Die Lieferung, unter der auch Eduard sich befand, ging in einen kleinen Laden in München. Um genau zu sein in Trudering. Dieser Laden hieß „Massep“.

Zur gleichen Zeit begab es sich, dass zwei junge Mädchen, die sich gerade erst kennen gelernt hatten, Lust auf etwas Süßes bekamen. So machten sie sich auf, um in der Nähe etwas zu besorgen. Und welcher Laden war der nächste? Vermutlich habt Ihr es eh schon erraten… ja, „Massep“…
Wie das Schicksal so spielt, gingen die Mädchen in den Laden und kauften eine Tüte Marzipankartoffeln. In dieser Tüte befand sich auch Eduard. Eduard konnte fast nicht mehr atmen. Er war ganz nervös. Gleich sollte es so weit sein. Sein großer Augenblick. Eine Kartoffel nach der anderen wurde aus der Tüte geholt und gefressen. Eduard betete, er möge bald dran sein. Für eine Marzipankartoffel gibt es nämlich nichts schöneres, als gierig verschlungen zu werden. Und dann war es so weit. Das dunkelhaarige Mädchen griff in die Packung, hielt Eduard in der Hand, führte diese zum Mund und… ließ den armen Eduard auf den Boden fallen.
Armer Eduard. Er hatte so lange auf diesen Moment gewartet…

Aber was geschah danach? Das Dunkelhaarige Mädchen bückte sich und hob Eduard wieder auf. „Die willst Du aber nicht mehr essen, oder“ fragte das blonde Mädchen. „Aber Nein. Die werfe ich nachher in die Mülltonne!“ Jetzt war Eduard in Panik. Auf dem Boden liegen, dass ging ja noch, wenn schon nicht gegessen, dann wenigstens frei! Aber in die Mülltonne? Was sollte Eduard nur tun? Er probierte es mit Hypnose. Er sagte immer und immer wieder zu dem Dunkelhaarigen Mädchen: „Iss mich. Iss mich. Iss mich.“

Ihr werdet es nicht glauben, aber es funktionierte! Das dunkelhaarige Mädchen führte plötzlich die Hand zum Mund und aß Eduard einfach auf.Nach diesem Vorfall wurden die beiden Mädchen die allerbesten Freunde. Und haben Eduard, dem sie ihre Freundschaft zu Verdanken haben, niemals vergessen!

eingetragen von Veronika alias Ryoko am 9. April 2005 um 12:29 AM

08 April, 2005

Kaffee

In Korea gibt es keinen ordentlichen Kaffee.
Es gibt Bilder und Postkarten mit Kaffeetassen drauf, aus denen wohlscheinend eine Hitzewolke des herrlichen Getränks strömt. Oh ja. Das gibt es.
Aber keinen Kaffee - den echten mein ich. Mit Kaffeemaschine und Filter und frischgemahlenem, duftendem Kaffee.
In den zahlreichen Cafés bekommt man zwar Kaffee. Oh ja. Das schon.
Doch dieser ist so schwach, daß er beim schief anschauen schon umfällt. Wenn ich sage, daß man in einem großen Kaffeebecher bis hinunter auf den Boden sehen kann, habe ich noch untertrieben. Sagen wirs mal so:
San Francisco hat sich nicht viel verändert seit ich das letzte Mal dort war...
Was hier als Kaffee bezeichnet wird, ist bei uns Cappucino aus der Dose mit sehr viel Zucker. Frevel!

Um also mein Überleben zu sichern, bediene ich mich eines hinterhältigen Tricks, für den mich jeder Kaffeeliebhaber mittels einer sechsstöckigen Mondrakete (sechs Stockwerke, damit ich immer schön hin- und herrennen muß zwischen dem obersten - wo es den Kaffee in einem angeketteten Becher gibt - und dem untersten - wo der Schweinsbraten auf einem am Tisch festgeklebten Teller steht) wahrscheinlich mit sofortiger Wirkung dorthin schießen würde, wo der Pfeffer wächst, aber kein Kaffee.
Ja, ich lüfte mein großes Geheimnis:
Fast schäme ich mich, es zuzugeben - ich habe mir Instantkaffee gekauft, den ich in meinem Zimmer erstens ohne Zucker genießen und zweitens mir so stark machen kann, wie ich möchte.

04 April, 2005

Joserra my Hero

In the morning, nine o'clock in South Korea.

Joserra calls softly to Susanne: "Susanna!"
Then he gives her a CD.


Last week, when I was depressed, Joserra had brought Mexican music to school, and played it to Mahbub during recess. As I entered the classroom, I started dancing around, even though I was low-spirited, since I love music, and love to dance, and this was great stuff.
So on Monday, Joserra brought the CD for me.
How sweet is that?

Joserra, you really made my day! Thank you.

Joserra with San San

Assimilationsphase abgeschlossen

Jeder von euch kennt und liebt sie:

Sweet Gittehand's und Sahne-Tatsch's Puda Rosa Räntsch
Dort erfahrt ihr interessante Dinge über die SZA und inwieweit wir auf der Skala steigen oder abrutschen.
Nun habe ich etwas festgestellt, das ich einfach nicht mehr verleugnen kann...

Ich liebe rosa. Und rosa liebt mich.

Wenn ich einkaufen gehe, starre ich die kitschigsten, rosansten Dinge zuallererst an, und gehe gleich hin um zu sehen, ob da nicht was Nettes für mich dabei ist (abgesehen mal davon, daß ich in die T-shirts und Blusen eh nicht reinpassen würde, die Koreanerinnen sind nämlich generell oben herum schmaler gebaut als ich, wenn ihr versteht, was ich meine). Auf meinem Schreibtisch steht schon zum zweiten Mal eine rosa Taschentuchbox, obwohl diese noch in den Farben blau und gelb zur Auswahl stehen würden, aber das ist mir zu - nun, wie soll ich sagen? unrosa?
Meine Sonnenbrille habt ihr ja selbst gesehen, außerdem bereue ich es ernsthaft, daß ich damals den orangenen Hjudschi-Tong* gekauft habe, anstelle des kreischend pinken. Wie konnte ich nur?
Das Leben ist um so viel schöner, wenn man pinke fluffige flauschige bauschige weiche rosa Tülldinge um sich sieht. Oh ja!

*grinst abwesend und spielt mir ihrer neuen rosa Tüll-Stola, während die Männer in den rosa - nein - weißen! Westen sie abführen*


* = Mülleimer

Gückwünsche

60-jähriges Jubiläum feiert heute


G A B R I E L E

G R U N W A L D !!!



Herzlichen Glückwunsch, auf daß es noch einmal so viele Jahre werden mögen!

Susanne

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